Ich habe mich ja eigentlich schon von Anfang an am Knallen beim Anstecken der sechs-S bzw. zwölf-S Packs gestört - aber es hat die offizielle Empfehlung von Kontronik gebraucht, bis ich mich endlich aufgerafft habe Widerstände zu bestellen und zu verbauen.
Jetzt hindern 5,6Ohm 2Watt Metellschichtwiderstände von Reichelt meine Helis am Knallen.
Der Einbau ist ganz einfach:
- alten Schrumpfschlauch von der Buchse entfernen
- ein Drahtbein des Widerstands hinter der Buchse um das Kabel biegen und kürzen
- Verlöten
- Buchse wieder einschrumpfen
- das zweite Drahtbein des Widerstands zu einer Schlaufe biegen und kürzen
- Widerstand einschrumpfen
Erledigt:
Jetzt beim Anstecken immer kurz am umgebogenen Bein vorbei streifen und schon knallt es nicht mehr.
Beide Jives initialisieren ohne Mucken.
Am Wochenende war es mal wieder schöner als angekündigt, also bin natürlich auf dem Flugplatz gewesen.
Der Mais steht immer noch:
Eigentlich stört das als Heliflieger ja nicht.. wenn da nicht in letzter Zeit die Verlockung immer grösser geworden wäre sich dem Mais von oben im Rückenflug zu nähern. Vor zwei Wochen waren das noch recht zögerliche Versuche mit dem Blade 450, dieses Wochende hab ich es dann sogar mit dem Voodoo und dem TDR darauf angelegt.
Am Sonntag habe ich dann gezielt meine Kamera mitgenommen um das ganze mal festzuhalten. - Absichtlich aber nur mit dem Blade - mit den Großen ging das jetzt jeweils einmal gut und dabei will ich es belassen.
Also hier der Balde 450 X und der Mais:
Wie gut das Wetter war zeigen denke ich noch diese beiden Bilder:
Ein neuer Heli von Horizon und ich konnte nicht widerstehen - jedenfalls nicht lange.
Eine Woche lang hab ich die Erfahrungsberichte im RC-Heli Nano-Thread gelesen - meistens sehr positiv - und konnte mich noch zurück halten. Dann kam allerdings ein Kollege mit dem Heli in der Mittagspause an mir vorbei gelaufen - ich bin dann hinterher aufs Feld und hab beim wilden Herumturnen mit dem Nano zugesehen. Dieses Liveerlebnis hat das Haben-Wollen-Gefühl nochmal verstärkt - als ich ihn dann für 116,10 Euro auf MeinPaket.de Nano (MP10SPAREN Gutschein für 10% Rabat) gesehen habe, war alles zu spät.
Die Lieferung von D-Edition war super flott. Wie auch schon beim Blade 450 X war der Heli am übernächsten Werktag da. Sofort fiel positiv auf, dass es diesmal eine extra Verpackung für die BNF-Version gibt (ohne Platzverschwendung für eine DX4 der RTF-Version), so dass man das perfekte Transportcase hat.
Neben dem Heli selbst, dem Ladegerät (ohne Netzteil, mit beiliegenden Batterien) und 2 Lipos bekommt man auch noch ein alternatives Paar Blätter mit "Nupseln", einige Blattanlenkgestänge, 2 Heckpropeller und passendes Werkzeug zum Wechseln der Blätter und zum Lösen der Blattlagerwelle.
Ich hatte noch zwei 2 Turnigy 160mah 1S Lipos, die zufällig für den Nano passen da (eigentlich eingeplant für ein zweites Paar Nachtflugblätter), so dass ich auf 16 Minuten Flugzeit komme bis ich nachladen muss. - Das tue ich entweder mit dem beiliegenden Lader oder per 5-fach Parallelkabel am IMaxB6.
Natürlich wurde der Heli sofort ausprobiert:
Probleme gibt es dabei zwei - einmal klappen Loopings (bei mir) mit dem Kleinen nicht (das Problem hatte ich schon beim mCPX) und zwar ist einfach kein Gewicht da, um den Heli durch das Looping zu tragen, so dass am höchsten Punkt auf dem Rücken einfach was schief läuft. - So konnte ich auch gleich unfreiwillig die Crashfestigkeit testen (siehe 1:29 im Video).
Das zweite Problem war ein Heckwackeln im Schwebeflug. Etwa je einen halben Zentimeter hin und her mit gut hörbarem Arbeiten des Heckmotors.
Ansonsten ist aufgefallen, dass er eher ein wenig unruhiger als der mCPX ist, aber dafür das Heck nicht wegbricht, wenn man mal in die Knüppel greift.
Am Dienstag war dann Hallenfliegen, ich hatte meine Yak, meinen mCPX und den Nano-CP-X dabei - und was soll ich sagen, in der Halle spielt er seine Stärken so richtig aus. Ich fühle mich noch ein wenig sicherer als mit dem mCPX. Bei der logischerweise in der Halle herrschenden völligen Windstille hat dann auch das Heck nicht mehr gewackelt. Wiederholt ist mir (man ist mit so einem kleinen halt mutig) aufgefallen, dass er bei heftigen Korrekturen (zyklisch und kollektiv) nicht zum mCPX-typischen unkontrollierbar werden neigt, sondern schön steuerbar bleibt.
Kurz zum sonstigen Hallenfliegen:
Mit 3S 500mah statt wie letzte Saison mit 2S 500mah lässt sich jetzt mit der Yak beim Torquen auch noch Richtung Decke beschleunigen. - Eigentlich war ja ein anderer Motor angedacht, aber so geht es auch erstmal. Nächste Woche nehme ich dann mal mehr als einen 3S Lipo mit und vielleicht die Cam für ein kurzes Video.
Während es am Ende der letzten Hallensaison gerade mal zum Rückenschweben und stationären Flippen des mCPX gereicht hat klappt es jetzt schon ganz passabel mit dem Kurvenfliegen (vorwärts) auf dem Rücken. Hab über die Outdoor-Saison also auf jeden Fall dazu gelernt.
Wer ein Pulsar 3 Ladegerät besitzt und sich einen Ladevorgang genauer mit Logview anschauen wollte konnte das bisher nicht, da Logview das Pulsar 3 leider nicht unterstützt.
Piotre22 aus dem rc-heli.de Forum hat nun eine Konfigurationsdatei für Logview gebaut mit der das Pulsar in die Geräteliste aufgenommen wird.
Jetzt könnte man sich fragen, wieso poste ich das obwohl ich weder ein Pulsar 3 habe, noch meine Ladevorgänge im Logview analysiere?!
Der Peter hatte das Problem, dass die Logdateien auf der SD-Karte des Pulsar 3 zwar alle Daten enhalten aber Logview diese in einer anderer Form erwartet - und so hat er jemanden gesucht der einen kleinen Konverter programmiert.
Das habe ich übernommen und dabei ist P3LC heraus gekommen - der Pulsar 3 Log Converter.
Der verlinkte Download enthält auch gleich die Konfigurationsdatei für Logview.
Das Programm ist in C# geschrieben und in Visual Studio 2012 gebaut worden.
Falls also bei euch ein Pulsar 3 herum steht, dann schaut euch doch mal so einen Ladevorgang im Detail an.
Dabei kam mit Hilfe von Florian zunächst die unschöne Verkabelung an die Reihe. Dank Florians Crimpkünsten konnten alle zu langen Kabel (beide Roll-Servos, V-Stabi Sensor und Heckservo) passend gekürzt werden und so gibt es keine der bisher vorhandenen Kabelschlaufen mehr.
So sieht die Verkabelung jetzt aus:
Ich denke jetzt kann ich auch mal getrost auch im Beisein anderer Piloten die Haube abnehmen, ohne dass es peinlich aussieht.
Wie man auf den Bildern schon sieht ist der Fusion Hawk 120 Opto und die 2S Lipoversorgung des Helis ausgebaut worden und dafür sitzt jetzt auf der Reglerplatte ein Kontronik Jive 120 HV der eigenständig regelt und dessen BEC das System mit 6 Volt versorgt. - Danke an Jochen für das leihen der ProgCard II, diese wird benötigt um das BEC des Jive auf 6V hoch zu stellen.
Der Fusion Hawk zusammen mit der 2S Lipo Lösung statt BEC war zwar eigentlich ganz brauchbar, aber mich haben einige Dinge auf Dauer dann doch gestört. Nämlich zum einen das unsanfte Anlaufverhalten, der TDR hat sich (trotz händischen Rotor in Gang setzen) beim Einschalten um einige Grad weggedreht. - Auf Asphalt um bis zu 90 Grad auf Gras weniger, aber ich empfand das trotzdem als sehr störend.
Das 2S Lipo nachladen nach 4 Flügen ist zwar auch nicht schlimm, aber auf Grund des (in meinem Fall) fest verbauten Lipos musste der TDR dazu immer im Wohnzimmer angestöpselt werden, das war auch alles andere als Ideal.
Daher jetzt die sorglos jetzt die Jive Lösung - trotz HV Servos erstmal mit dem Jive BEC - aber da das für Timos Flugstiel reicht, dann brauch ich mir da ganz sicher keine Gedanken machen. (Siehe Timos TDR Setup)
Im Zuge des ganzen Umbaus habe ich das Heckservohorn und die M3-Klemme der Heckanlenkung erneuert (die Klemme war etwas verbogen, das Loch im Servohorn minimals zu klein und dadurch die ganze Heckanlenkung etwas schwergängig) - Damit sind jetzt auch die Heckprobleme die ich seit Pfingsten hatte erledigt.
Hier der TDR in seinem neuen Setup in der Luft:
Mit dem Jive flog er sich vom ersten Flug an super. Es gab noch ein kleines Problem und zwar hat der Jive ab und zu nicht initialisiert nach dem Anstecken. Auf der Kontronik-Homepage in der FAQ fand sich die Antwort: Er mochte meine Kabelverlegung nicht. Die hab ich geändert, jetzt klappt alles top.
Bin gerade von den Helimasters 2012 bei Augsburg zurück. Fazit: Genial!
Derzeit kann man sich hier die Videos davon ansehen: Helimasters Stream - einfach auf Play drücken.
Die Qualität der Nachtflüge und der Nachtflugvideos ist klasse, unbedingt da rein zappen (den richtigen Stream finden und dann ein bisschen rumprobieren, bis es dunkel wird und los geht.)
Ich war diesmal schon am Freitag vor Ort - da waren fast nur Piloten und "Anhang" da, Besucher gab es nur sehr wenige. Ich hatte die Chance genutzt und mich als Funfly-Pilot angemeldet - den Funfly gab es dieses Jahr zum ersten mal auf einem zweiten Flugfeld.
Ich bin dann auch tatsächlich zwei Mal mit meinem Voodoo geflogen. Das Niveau war aber auch auf dem Funfly-Feld extrem hoch, so dass ich es bei den zwei Flügen (Rundflug, Rückenflug, ein paar Loopings und Rollen) belassen habe. Ich war sowieso schon zittrig genug, wie immer wenn ein paar mehr Leute zugucken.
Aber immerhin hab ich mich überhaupt getraut. Der Voodoo (meiner war glaube ich der einzige auf den Helimasters) hat sogar im Anschluß an einen Flug noch Lob bekommen (er ist halt auch ein verdammt schöner und leiser Heli).
In Gesprächen mit einigen der Wettbewerbspiloten hab ich dann aber auch gehört, dass es denen gar nicht viel anders geht - vor allem mit den Punktrichtern und den richtig vielen Zuschauern im Nacken - wenn es dann beim Wettbewerb um die Punkte geht, ist das natürlich gut nachzuvollziehen.
Bilder einiger der schon am Freitag aufgebauten Stände:
Zum ersten Mal hab ich (durch die Anwesenheit am Freitag) mehrere der Pflichtfigurenflüge gesehen: Es ist spannend, die Figuren einzeln und mit ihrer Bezeichnung angekündigt vorgeflogen zu bekommen. - Insgesamt machen die Musikküren am Samstag dann aber trotzdem mehr her. Zumal Samstag dann auch der Nachtflugtag ist sollte man diesen wählen, wenn man nur an einem Tag Zeit oder Lust hat - genau deshalb sind am Samstag auch Florian und Sylvia mit dabei gewesen.
Hier ein paar Eindrücke vom Samstag:
Nach vielen tollen Musikküren (zwei je Teilnehmer und davon gab es dieses Jahr 27) und diversen Showflügen (unter anderem Markus Rummer mit Jet und 3-Meter-Pitch-Propellerflieger - muss man gesehen haben!) waren dann die Nachtflüge wieder ein Riesenhighlight der Veranstaltung.
Voll aufmunitioniert für den Nachtflug
Die Nachtflüge waren diesmal als Wettbewerb organisiert und so gab es 13(!) Stück - zum Teil Flüge von 2 Piloten gleichzeitig, teils mit perfekter Synchronisation von Beleuchtungseffekten mit der Musik, Pyroeffekte und auch zusätzlichem Bodenfeuerwerk. - Wie gesagt, folgt dem Link von oben und schaut ob ihr die Nachtflüge im Stream findet, es lohnt sich! - Bilder ausser dem Heli oben kann ich euch leider keine Zeigen, für Nachtflugaufnahmen reicht mein Fotoequipment einfach nicht.
Noch besser als auf den Fotos oder dem aufgezeichneten Stream ist das alles natürlich live - also kommt nächstes Jahr zu den Helimasters!
Einziger Kritikpunkt: Das BBQ konnte nicht mit unseren Erwartungen (geweckt durch den Preis) mithalten und war nicht so gut organisiert (lange Schlange) - satt geworden sind wir aber trotzdem.
Nach dem erfolgreichen die Heli Nachtflug habe ich noch einige Verbesserungen vorgenommen.
Das größte Problem waren ja die funzeligen grünen LEDs auf den Blättern. Diese wurden jetzt durch LEDs von Reichelt mit deutlich mehr Leuchtkraft ersetzt. Außerdem wurden 2 Meter EL-Wire am Heli verbaut um ein schöneres Flugbild zu erhalten.
Dabei wurde ein Meter oranges EL-Wire am Landegestellt angebracht und ein weiterer Meter blau ums Heckrohr gewickelt.
Hier ein Flugvideo mit dem neuen Setup:
Im Video verschmelzen die 3 bunten LEDs auf der Oberseite der Blätter leider optisch zu einem weißen Ring - dieser Effekt ist live nicht so stark, trotzdem werde ich bei den nächsten Blättern die Abstände zwischen den LEDs mindestens verdoppeln.
Bei den LEDs handelt es sich um SMD-LEDs von Reichelt, genauer um:
LED 0603-072 BL, LED 0603-180 GN, LED 0603-360 RT
Hier eine Warnung, die sind wirklich extrem klein - ohne die Hilfe von Florian, der ein passendes Stereomikroskop und entsprechend feine Lötspitzen hat - wäre das nichts geworden. Beim nächsten mal werde ich eine Baugröße größer bestellen.
Hier sieht man die auf dem Blatt installierten LEDs:
Die LEDs sind zusammen mit dem jeweils passenden Vorwiderstand auf dem Kupferklebeband aufgelötet und mit einem Klecks 5-Minuten-Epoxy gesichert.
Zur Stromversorgung der Blätter nutze ich je Blatt einen 160mah 1S Lipo der mit Spiegelklebeband nahe der Blattwurzeln aufgeklebt und mit Schrumpfschlauch auf dem Blatt gesichert ist:
Die EL-Wire inklusive Inverter habe ich bei EL-Light.de gekauft, der Inverter wird wie die Turnigy-LED-Streifen vom 3S-Antriebslipo des Helis mitversorgt.
Der Nachtflugspass mit dem Heli wird jetzt nur noch ein wenig durch die alte, billige Hobbykingmechanik ausgebremst - mehr als zügigen Rundflug traue ich dem Setup einfach nicht zu. Sollte ich einen fitteren Heli auf Nachtflug umrüsten gibt es natürlich wieder ein neues Posting darüber.
Wer Flighttest noch nicht kennt sollte sich einfach mal die Page und vor allem ein paar ihrer Youtube-Videos angucken, ich finde die beiden Jungs sehr unterhaltsam und ich glaube das sind die am professionellsten produzierten RC-Videos die es so gibt.